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Neustadt a.d.W.,

Evaluierung der Bergungsgruppen im Regionalbereich Neustadt a.d.W.

Wenn der Ernstfall eintritt, zählt jede Sekunde und jeder Handgriff. Am 25. und 26. April 2026 bewiesen rund 110 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus neun Ortsverbänden des Regionalbereichs Neustadt an der Weinstraße ihre Schlagkraft. Auf dem Übungsgelände des THW in Lachen-Speyerdorf absolvierten sie eine umfassende Einsatzwertüberprüfung, die von der Rettung aus Trümmern bis hin zu komplexen Gefahrgut-Szenarien das gesamte Spektrum moderner technischer Hilfeleistung abforderte.

Am Wochenende des 25. und 26. April 2026 stellte das THW im Regionalbereich Neustadt an der Weinstraße auf dem Übungsgelände des THW in Lachen-Speyerdorf eindrucksvoll seine Leistungsfähigkeit unter Beweis. Bei der Einsatzwertüberprüfung traten ausschließlich neun Ortsverbände aus dem Regionalbereich Neustadt an der Weinstraße an: Bad Bergzabern, Germersheim, Hauenstein, Kaiserslautern, Landau, Neustadt a.d.W., Pirmasens, Speyer und Zweibrücken. Unter realitätsnahen Bedingungen stellten die Bergungsgruppen ihr Können unter Beweis. Insgesamt waren rund 110 Einsatzkräfte an der Großübung beteiligt.

Über zwei Tage hinweg mussten die Einsatzkräfte verschiedene anspruchsvolle Szenarien bewältigen, die sich eng an realen Einsatzlagen orientierten. So galt es unter anderem, einen überfluteten Keller leerzupumpen, eine eingeschlossene Person durch einen sicheren Wanddurchbruch zu retten und eine verletzte Person aus der Höhe zu bergen. Gerade bei der Rettung aus Höhen und Tiefen kam ein sogenannter Leiterhebel zum Einsatz, der es ermöglicht, verletzte Personen schonend in horizontaler Lage zu transportieren.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Abstützen einsturzgefährdeter Bauwerke. Hierbei wurde eine beschädigte Giebelwand mithilfe eines sogenannten Stützbocks gesichert. Diese spezielle Konstruktion aus Holz dient dazu, Lasten aufzunehmen und Gebäude vor dem Einsturz zu bewahren – eine Kernkompetenz der Bergungsgruppen im THW.

Besonders anspruchsvoll gestaltete sich auch ein Szenario aus dem Bereich CBRN. Dabei handelt es sich um Gefahrenlagen mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Stoffen. In der Übung mussten die Einsatzkräfte ein kontaminiertes Gebäude erkunden und eine vermisste Person unter strengen Sicherheitsvorkehrungen retten, ohne dabei eine Ausbreitung des Gefahrstoffes zu riskieren.

Die Einsatzwertüberprüfung ist ein bundesweit einheitliches Verfahren und dient der Qualitätssicherung innerhalb des THW. Die Ergebnisse fließen in eine zentrale Auswertung ein und tragen dazu bei, die Einsatzfähigkeit der Einheiten kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Für die medizinische Absicherung der Veranstaltung sorgten Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes aus Neustadt. Größere Verletzungen traten während der Übung glücklicherweise nicht auf. Die Verpflegung der Teilnehmenden wurde durch die Fachgruppe Logistik Verpflegung des THW-Ortsverbands Landau sichergestellt.

Bei strahlendem Sonnenschein und hoher Motivation aller Beteiligten verlief die Veranstaltung reibungslos. Die Einsatzwertüberprüfung zeigte eindrucksvoll, wie leistungsfähig und professionell die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW aufgestellt sind – und wie wichtig ihr Engagement für die Sicherheit der Bevölkerung ist.

 

Weitere Bilder in unserer Mediathek!

Bilder THW: Dennis Mager / Eric Hoffmann / Marcel Benz / Johannes Ruppert / TrUL OV Hauenstein


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