Ursprünglich kam die Idee von der Hochschule Trier, Campus Idar-Oberstein Fachrichtung Edelstein und Schmuck unter Leitung von Prof. Smeets. Ziel für die Hochschule war es, mittels (handwerklich) ungewöhnlicher Techniken Kunstgegenstände zu erschaffen.
Beim sogenannten Sprengverformen (Sprengplattieren und/oder Explosivschweißen) werden mittels der freigesetzten Druckstöße unterschiedliche verbindbare Metalle dauerhaft miteinander "verschweißt" bzw. verpresst.
Gleichsam können so auch nicht metallische und organsiche Materialien z. B. in eine Metallplatte eingepresst oder ein entsprechender Abdruck hiervon erstellt werden, wobei i. d. R. das organische Material zerstört und eben nur noch ein entsprechender Umriß im Metall verbleibt. Diesen Effekt galt es für die Studierenden zu nutzen.
Die Aufgabe für die Sprengberechtigten des Technischen Hilfswerks bestand nun darin, diese Objekte auf einer Metallplatte zu positionieren, zu fixieren und mittels speziellen Hochleistungssprengstoffen zu überdecken, sowie die notwendigen Zünder so zu platzieren, das diese bei der Zündung die Objekte nicht verändern oder Schäden am Objekt verursachen. Eine spezielle, nicht alltägliche Herausforderung für die THW-Sprengberechtigten.
Danach wurden die Sprengobjekte in drei Sprengbunkern platziert und der Reihe nach gezündet. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wurde der THW Trupp UL Bitburg zur Überwachung des Geländes eingesetzt, welcher mittels Wärmebilddrohne den Gefahrenbereich überwachte.
Sämtliche Objekte konnten erfolgreich gesprengt werden. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Die so entstandenen Werke werden Anfang Dezember als Teil einer Kunstausstellung der Hochschule Trier der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Technische Hilfswerk bedankt sich herzlich bei der Firma Juchem KG, für die Erlaubnis zur Nutzung ihres Steinbruches für diese Sprengübung.
An dieser Ausbildungssprengung waren die Sprengberechtigten und Sprenghelfer der Ortsverbände Pirmasens, Idar Oberstein, Bitburg und Andernach beteiligt. Die Leitung dieser Ausbildung oblag der Aufsichtsperson Sprengen Rheinland-Pfalz.
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