SAAREX26 liegt die Annahme zugrunde, dass es an der NATO-Ostflanke in Polen bei einer Übung zu einer schweren Explosion an einem Betankungspunkt gekommen war. Die rund 50 verletzten Soldatinnen und Soldaten – vom liegenden Intensivpatienten bis zum gehfähig Verletzten – wurden in diesem Szenario nach klinischer Erstversorgung und Stabilisierung mit einem Zug ins Saarland gebracht. Die Transportroute des Zuges, der von amerikanischem Sanitätspersonal begleitet wurde und am Samstagmittag in Kirkel eintraf, führte von Polen über Kaiserslautern auf ein Gleisgelände in Kirkel. Bei der Verteilung und Versorgung der Verletzten, die von Angehörigen des Heimatschutzes der Bundeswehr und des Deutschen Roten Kreuzes dargestellt wurden, griff die Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe auf zivile Dienststellen zurück.
Die Blaulicht-Organisationen hatten bereits im Vorfeld Vorbereitungen getroffen, um die Patientinnen und Patienten sicher und geordnet aus dem Zug zu bringen. Ein Teil der Patientinnen und Patienten wurde umgehend mit bereitstehenden Rettungswagen weiter in umliegende Krankenhäuser transportiert, während die übrigen – weniger zeitkritisch zu versorgenden – Patientinnen und Patienten vor Ort bis zu einem etwaigen Weitertransport behandelt wurden. Das nahe gelegene Universitätsklinikum des Saarlandes übte auch aktiv mit und stellte die klinische Anschlussversorgung für einen Teil der Patienten sicher.
Die Aufgaben des Technischen Hilfswerks umfassten das Einrichten und Betreiben einer Führungsstelle für die Kooperative Gesamtleitung der Übung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der technischen Personenrettung aus dem Zug. Hierbei erprobte das THW verschiedene Rettungsmethoden, unter anderem den Bau einer Rettungsplattform aus dem Einsatz-Gerüst-System (EGS), Rettungsmaßnahmen mithilfe eines Teleskopstaplers, eines Radladers, sowie den Einsatz der Ladebordwand eines Mehrzweckkraftwagens (MzKW). Zudem unterstützte das THW die Verpflegung der rund 250 Einsatzkräfte sowie die Ausleuchtung des Übungsgeländes mit Netzersatzanlagen, Lichtmasten und Flutlichtstrahlern. Die Maßnahmen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit weiteren Hilfsorganisationen, darunter das Deutsche Rote Kreuz. Insgesamt war das THW mit rund 60 Einsatzkräften an der Übung beteiligt. Die Dokumentation der Übung erfolgte durch das Mediateam des THW Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, das die Maßnahmen der Übung foto- und videografisch begleitete.
Beteiligte THW-Ortsverbände:
Riegelsberg (Mediateam)
Hauenstein (Mediateam)
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