Andernach, 25.11.2017, von KJB

Sprengfortbildung der Fachgruppen Sprengen und der Sprengberechtigten

Sprengen ist eine Einsatzoption des Technischen Hilfswerks. Diese Aufgabe erfordert von den THW-Einsatzkräften umfangreiche Fachkenntnisse und viel praktische Erfahrung. Zu den breiten Einsatzmöglichkeiten gehört neben allgemeinen Sprengarbeiten, Kultursprengungen, Eissprengungen u.a. auch das Sprengen von Bauwerken und Bauwerksteilen. Zur Ausbildung trafen sich die Sprengberechtigten und Sprenghelfer der Fachgruppen Sprengen des Landesverbandes Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.

Zur Produktpräsentation war von der Firma Sobbe Frau Dipl. Ing. (FH) Zankl vor Ort und stelle neue Zündsysteme sowie Pyrotechnische Baugruppen vor. Die Firma Sobbe GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Dortmund in dem 30 Mitarbeiter beschäftigt sind. Seit über 100 Jahren liegt die fachliche Ausrichtung in der Herstellung von elektrischen Zündern.

Nach der Einweisung und Sicherheitsbelehrung wurden verschiedene Sprengprojekte angesprochen und die einzelnen Technischen Herausforderungen besprochen. Nach der Mittagspause ging es in zwei Gruppen in die Praxis, die erste Gruppe musste einen Zündanlage herstellen sowie den Erdschluss messen. Die zweite Gruppe musste sich Gedanken über das Anbringen des Zünders an kleine Ladungen sowie spezielle Sprengstoffen machen. Bei einen Rundgang über die Gruppenstationen stellten die Teilnehmer ihre Objekte vor und erklärten die Vorgehensweise und das zu erwartende Ergebnis.

Sprengen im THW:

Das Leistungsspektrum der Fachgruppe Sprengen (FGr Sp) reicht vom Schneefeldsprengen zur Beseitigung einer Lawinengefahr bis hin zum Deichsprengen, um bei extremen Hochwasserlagen das angestaute Wasser kontrolliert abfließen zu lassen. Weitere Optionen sind das Eissprengen oder Unterwasser-Sprengungen.

Die Sprengexperten verfügen über das nötige "Know-how", unterspülte und verbogene Schienenstränge schnell und präzise zu trennen oder einsturzgefährdete Gebäude oder Bauwerksteile kontrolliert niederzulegen.

Auch für die Feuerwehr ist die Fachgruppe Sprengen von Interesse: Durch gezielte Sprengungen lassen sich beispielsweise Waldbrände eindämmen. Die Fachgruppe ist außerdem in der Lage, bei Großbränden Rauchabzugsöffnungen zu sprengen oder Eindring- bzw. Löschöffnungen herzustellen. Die Geräteausstattung dieser Fachgruppe ist darauf ausgelegt, kurzfristig Sprengungen verschiedenster Art durchzuführen. Sie umfasst ein spezielles Sortiment an Werkzeugen und Geräten zur Vorbereitung und Durchführung von Sprengungen sowie zur Sicherung von Personen und Sprengstellen. Darüber hinaus verfügt sie über Transportbehälter für Sprengstoffe und Zündmittel.

Für manuelle Arbeiten, zum Beispiel für das Bohren von Sprenglöchern, Stemmen von Fallschlitzen und Anbringen von Dämmmitteln, benötigt die Fachgruppe die Unterstützung von anderen THW-Einheiten. Mitunter werden auch Baumaschinen benötigt, um Fallbetten anzulegen und Sprengtrümmer zu beseitigen.

Im THW Pirmasens darf unser langjähriger Helfer Klaus-Jürgen Becker auf den "roten Knopf" drücken. 

Berichte zum Thema Sprengen finden Sie weiter unten.


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