Eine große, gemeinsame Ausbildungsveranstaltung des Technischen Hilfswerks (THW) fand kürzlich im Steinbruch der Basalt-Actien-Gesellschaft in Schmelz statt. Helferinnen und Helfer aus mehreren saarländischen Ortsverbänden nutzten die Gelegenheit, um den sicheren und fachgerechten Umgang mit Spreng- und Zündmitteln zu trainieren und praktische Sprengungen durchzuführen.
Zahlreiche Fachkräfte vor Ort
Für die Ausbildung reisten folgende Einheiten an:
- Die Fachgruppe Sprengen des OV Völklingen-Püttlingen.
- Die Fachgruppe Räumen des OV St. Wendel.
Der Trupp Unbemannte Luftfahrtsysteme (UL) des OV Heusweiler, der die Sicherungsarbeiten und Überwachung übernahm.
Zahlreiche Sprengberechtigte aus den Ortsverbänden Völklingen-Püttlingen, Spiesen-Elversberg, Freisen und St. Wendel.
Im Auftrag des Landesverbandes Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland war die Aufsichtsperson Sprengen aus dem OV Pirmasens vor Ort, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten.
Sprengen und Vertiefen der Kenntnisse
Die regelmäßige Durchführung von Sprengungen und deren Dokumentation ist für THW-Sprengberechtigte unerlässlich, um ihre Qualifikation aufrechtzuerhalten. Bei dieser praxisnahen Ausbildung standen sogenannte Knäpper (große Gesteins- bzw. Felsstücke aus Basalt) im Mittelpunkt, die mittels spezieller Sprengverfahren fachgerecht zerkleinert wurden. Zudem stellte der Leitende Sprengberechtigte den Teilnehmenden eine durch die Industrie vorgefertigte, spezielle Ladung vor.
Die Ausbildung diente auch dazu, den Helferinnen und Helfern der Fachgruppe Sprengen das Handling mit Spreng- und Zündmitteln zu vertiefen. Die Einsatzkräfte der Fachgruppen Räumen und Sprengen nutzten außerdem die Chance, ihre vorhandenen Kenntnisse beim Herstellen der Bohrlöcher zu festigen, indem sie den Drucklufterzeuger mit Druckluft-Bohrhammer bedienten.
Höchste Sicherheit durch Überwachung und Unterweisung
Für die Sicherheit im Steinbruch sorgte der Trupp UL Heusweiler, der den Steinbruch während der Vorbereitungs- und Sprengarbeiten mithilfe einer Drohne überwachte.
Alle an der Sprengung beteiligten Personen erhielten vor Beginn eine umfassende Unterweisung (Sicherheitsbelehrung) zu den Sprengsignalen und dem Verhalten im Umgang mit Spreng- und Zündmitteln. Auch der Betreiber des Steinbruchs führte eine Belehrung über das Verhalten und die spezifischen Gefahren in einem Steinbruch durch.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und stellte einmal mehr das starke Zusammenspiel der verschiedenen Ortsverbände unter Beweis, getragen von Teamarbeit, Fachwissen und höchsten Sicherheitsstandards.

