Technik und Ausstattung der Fachgruppe schwere Bergung (A)

Im nachfolgenden finden sie eine Auflistung der Fahrzeug- und Geräteausstattung der “Fachgruppe schwere Bergung”.

Da die Ausstattung zum Großteil derer der Bergungsgruppe ähnlich ist, präsentieren wir Ihnen im folgenden lediglich die Sonderausstattung welche im Ortsverband Pirmasens vorgehalten wird.

Mehrzweck-Gerätewagen (MzGW)

Funkrufname: 

Heros Pirmasens 38/55

Amtl. Kennzeichen: 

THW-91087

Kabine:

Sitzplätze: 1+6

 

Fahrgestell

Hersteller: MAN

Typ: TGM 18.290

KW/PS: 213/290 

Antrieb: Allrad 4x4

Getriebe: MAN TipMatic 12-Gang (vollautomatisch)

Zulässiges Gesamtgewicht: 18.000 kg 

Leergewicht: 9.580 kg 

Nutzlast: 8.420 kg

Anhängelast: 19.853 kg

Länge: 8.200 mm 

Breite: 2.550 mm 

Höhe: 3.350 mm 

Radstand: 4.500 mm

Wattiefe: 600 mm

 

Sondersignalanlage:

  • Warnbalken Standby Zirkon Z2
  •  
  • 2 Frontblitzer Standby L52
  •  

2 Heckblitzer Hänsch Integro Universalmodul in den Aufbaukanten integriert

 

Aufbau: 

Freytag Karosseriebau

Pritschenaufbau mit Gerätefach

Seitenschieberplane

Ladebordwand 

 

Ladebordwand:

Hersteller: Palfinger

Typ: C 200 S

Hubkraft: max. 2.000 kg

 Ladefläche:

Länge: 3.750 mm

Breite: 2.470 mm

Höhe: 1.900 mm

Erstzulassung: 24.09.2024

Im Ortsverband seit: 19.03.2025

Betonkettensäge

Anwendungsgebiet:

Die Betonkettensäge wird als Rettungswerkzeug eingesetzt, um Zugänge zu verletzten und verschütteten Personen zu schaffen. Mit ihr lassen sich Wand- und Deckendurchbrüche erschütterungsfrei herstellen.

Sie kann ferner zur Schaffung von Verständigungs- und Belüftungsöffungen benutzt werden. Mit der Betonkettensäge sind Einschnitte bis 38 cm Tiefe in Stahlbeton möglich.

Ebenso sind Bodenschnitte, Kerbschnitte, waagerechte Schnitte und Eckschnitte bei beengten Platzverhältnissen möglich.

Die tragbare, hydraulisch angetriebene Säge ist geeignet Materialien wie Stahlbeton, Mauerwerk, Naturstein und Steinzeug zu schneiden. Einstechschnitte zum Einbringen von Löchern in Betonwände oder Rohre sind ohne weiteres möglich.

Wie Versuche, die nach dem ICE-Unglück von Eschede begonnen haben, zeigen ist die Betonkettensäge ein Gerät, das das Eindringen in ICE-Waggons erlaubt. Mit der Betonkettensäge kann man die Scheiben der ICE-Waggons schnell und ohne gefährliche Kanten heraustrennen. Es entstehen bei dem Schneiden kaum Splitter und vor allem kein Glasstaub.

 

Technische Daten:

  • Gewicht ohne Schwert und Kette (30cm Handschläuche): 10,6 Kg
  • Länge: 58,5 cm
  • Höhe: 26,5 cm
  • Breite: 24 cm
  • Hydraulikversorgung: 172,5 bar
  • Wasserdruck: Mindestens 1,5 bar
  • Wasserdurchsatz: Mindestens 4 Liter / Minute
  • Betriebsdrehzahl: 6.100 U/min (Freilauf, Durchschnitt) 5.500 U/min (freilaufende Kette, durchschnitt)
  • Drehmoment: 9,6 Nm
  • Leistung: 6HP (4,5KW)

Der Antrieb erfolgt über ein Hydraulik-Aggregat.

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Plasmaschneider

Jäckle Plasma 110i IP44

 

Anwendungsgebiet:

Der Plasmaschneider wird als Rettungswerkzeug eingesetzt, um Zugänge zu verletzten und verschütteten Personen zu schaffen. Mit ihm lassen sich nahezu alle leitfähigen Metalle schneiden wie z.B.: hochlegierte Chrom-Nickel Stähle, gehärtete und ungehärtete Werkzeugstähle, Baustahl, Nichteisenmetalle wie Aluminium und dessen Verbindungen, Messing, Kupfer und Grauguß.

Der Vorteil der Plasmascheidtechnik gegenüber herkömmlicher Trennverfahren liegt in der hohen Schnittgeschwindigkeit. Zudem besteht nur eine geringe Wärmeeinwirkung auf das Werkstück wodurch sich dieses wenigerverzieht und eine evtl. unter dem Werkstück liegende Person keine Verbrennungen erleidet.

Eine einfache Handhabung sowie niedrige Betriebskosten (da Luft als Plasmagas verwendet wird) führen dazu, dass dieses Gerät das Optimum für den THW Einsatz darstellt.

 

Funktionsweise:

Im Plasmabrenner wird die Luft durch einen elektrischen Lichtbogen auf eine extrem hohe Temperatur erhitzt (ca. 30 000° C). Dabei bildet sich ein elektrisch leitfähiges Plasma, durch das der Schneidstrom von der Elektrode zum Werkstück fließen kann. Die Schneiddüse mit einer kleinen Bohrung schnürt den Schneidstrom ein und bewirkt dadurch einen stark gebündelten Plasma-Schneidstrahl.

--> schmilzt Metalle sehr schnell

--> Schmelze wird aus der Schnittfuge geschleudert

--> Sauberer und glatter Schnitt

Es können Werkstücke mit einer Stärke von bis zu 35mm durchtrennt werden.

 

Technische Daten:

• Anschlussspannung: 3 Phasen, 400V, 50Hz

• Max. Leistungsaufnahme: 19,8 kVA

• Absicherung: 32A träge

• Einstellbereich: 20 - 100 A

• Max. Schneiddicke: 25mm (Qualitätsschnitt), 35mm (Trennschnitt)

• Gewicht: 38 Kg

• Plasmagas: Luft

• Druckluftversorgung: 5,5 Bar, 180l/min

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Kernbohrgerät

Anwendungsgebiete:

Das Kernbohrgerät wird zum erschütterungsfreien Bohren in Beton, Naturstein, Asphalt oder Keramikplatten eingesetzt um z.B. Erkundungs- Versorgungs- oder Verständigungsöffnungen in Wände oder Decken eingestürzter Gebäude zu schaffen.

Das Kernbohrgerät wurde speziell für den Einsatz im THW entwickelt. Im Unterschied zu gewerblichen Geräten kann bis zu einer gewissen Größe von Hand (ohne Bohrständer) gearbeitet werden.

 

Technische Daten:

Bohrmotor

Gewicht: 7,3 kg (ohne Bohrkrone)

Leistung: 2200 Watt

Spannung: 230V

Ampere: 10

Lehrlaufdrehzahl (3 Gänge): 995/1690/2350 U/min

Lastdrehzahl (3 Gänge): 670/1140/1580 U/min

Schalldruckpegel: 91dB(A)

Geräuschpegel: 104 dB(A)

 

Bohrständer

Hersteller/Typ: J. Schützeichel KG / FCL 150 S

Gewicht: 10,5 kg

Nutzlänge: 600mm

Schrägbohreinrichtung: max 45°

Bohrkronendurchmesser: 15mm / 71mm / 112mm / 152mm

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