Das nun ausgelieferte Fahrzeug ist bereits das zweite seiner Art im Ortsverband Pirmasens. Bereits im Jahr 2021 wurde dem Ortsverband ein MzGW für die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung zugeteilt.
Der Aufbau des MzGW ist so gestaltet, dass man hinter der Mannschaftskabine sowohl einen Koffer- als auch Plane/Spriegel-Aufbau findet. Durch diesen getrennten Aufbau zeichnet sich das Fahrzeug aus. Im vorderen Teil des 8,60m langen und 3,40m hohen MzGW rücken nun die Helferinnen und Helfer mit einem allraduntersetztem Automatikgetriebe sicher zur Einsatzstelle aus. Das Fahrzeug verfügt über eine LED-Sondersignalanlage sowie Digital- und Analogfunk und Durchsagemöglichkeiten an Bord. In der Mitte befindet sich der Kofferaufbau mit Rollläden, welcher einen schnellen Zugriff auf Einsatzmaterial von beiden Seiten des MzGW zulässt die an einer Einsatzstelle zügig benötigt wird, beispielweise Material zum Absichern oder Ausleuchten oder zur Stromerzeugung.
Die restliche Ausrüstung ist auf der Ladefläche in Rollcontainern verstaut. Die heckseitig montierte Ladebordwand ermöglicht es hierbei Gewichte bis zu zwei Tonnen sicher auf- und abzuladen. Durch die Rollcontainer kann der MzGW im Einsatz schnell entladen und dann als Transportfahrzeug genutzt werden. Auf der 3,75m langen Ladefläche können neun Europaletten oder Rollcontainer mit der Fachgruppenausstattung transportiert werden.
Mit dem neuen MzGW endet bei der Schweren Bergung unseres Ortsverbandes eine lange Periode von sieben Jahren, innerhalb der man sich mit fünf unterschiedlichen Fahrzeugen im Alter von 25 - 37 Jahren anfreunden und jeweils wieder umräumen und umbauen musste.
Unsere beiden Kameraden Kim und Frank starteten Ihre Löwensafari zur Firma MAN Truck & Bus nach München bereits am Mittwoch, um dort am frühen Donnerstagvormittag das Neufahrzeug in Empfang nehmen zu können. Vor Ort bekamen sie eine Einweisung und Infos zur Technik der Fahrzeuge und den Neuerungen durch Mitarbeiter der Firmen MAN und des Aufbauherstellers Freytag Karosseriebau GmbH. So haben die Fahrzeuge z.B. Rückfahrkameras und Abbiegeassistenten für den berüchtigten “toten Winkel”.
Die Fachgruppe schwere Bergung ist Teil des Technischen Zugs (TZ) eines THW-Ortsverbandes. Die Fachgruppe Schwere Bergung (A) ist einmal im Regionalstellenbereich disloziert. Durch ihre kraftvollen Geräte wie z.B. Kernbohrgerät, Betonkettensäge oder Schwerlasthebekissen, sind sie für besonders hartnäckige Einsätze prädestiniert.
Weitere Bilder zum Fahrzeug findet ihr zeitnah in unserer Mediathek.
Technische Daten zum Fahrzeug gibt es: hier.